• Sarah Schadow

4 Home Office Hacks für mehr Produktivität & Work Life Balance

Die momentanen Gegebenheiten haben vielen von uns die Möglichkeit beschert, für die kommenden Tage und Wochen ausschließlich von Zuhause zu arbeiten. Makaberer Weise wird für mich damit ein kleiner Traum wahr: Ich wollte schon immer mal eine Zeit lang von Zuhause arbeiten (aber natürlich habe ich nie an solche Umstände gedacht).

Home Office war für mich bisher immer ein magisches Konzept. Aufstehen, umziehen - oder auch nicht, schminken - oder auch nicht, vom Sofa arbeiten. Ruhe, Kaffee, die eigenen 4 Wände. Meetings nur im Notfall. Manchmal war ich sogar total verrückt und habe den Laptop aus gemacht und habe - Achtung, total unkonventionell - analog gearbeitet. Mit Stift und Papier. Herrlich.


Heute ist Tag 4 meines Home Office Aufenthalts und ich stelle fest: Sich für eine längere Zeit im heimischen Büro einzurichten ist doch etwas anderes, als einen Vormittag im Pyjama von der Couch zu arbeiten. Für all die kleinen und großen Herausforderungen dieses Home Office Aufenthalts habe ich Dir ein paar Tipps für maximale Produktivität und eine gute Work Life Balance zusammengestellt. Viel Spaß!



1. Deine Arbeitszeiten - Ein klarer Anfang und ein klares Ende


Normalerweise nehme ich mir nach dem Aufstehen erstmal Zeit für mich: Ich meditiere, journale und folge meiner Dankbarkeitspraxis. Ich liebe diese Routine und sie gibt mir Kraft und Ausgeglichenheit für den Tag.

An meinen ersten beiden Home Office Tagen habe ich gleich morgens nach dem Aufstehen direkt meine Mails und Chat-Nachrichten gecheckt und abends noch weit nach Feierabend noch Arbeitsdinge geregelt. Arbeit und Freizeit haben sich sofort vermischt und ich hatte irgendwie ein schlechtes Gewissen, weder richtig zu arbeiten noch richtig frei zu haben. Außerdem habe ich gemerkt, wie sehr mir meine morgendliche Zeit für mich fehlt. Und wenn wir jetzt etwas mehr denn je brauchen, dass sind es volle Batterien und Self Care, damit wir in Krisenzeiten ein offenes Herz und einen kühlen Kopf bewahren können.

Hier kommt also mein erster Tipp: Wähle einen klaren Anfang für Deine Arbeit und ein klares Ende, so wie Du es auch tun würdest, wenn Du ins Büro gehst. Und wenn Du das bisher unter normalen Umständen nicht tust für Deine Work Life Balance, ist jetzt ein super Zeitpunkt, damit anzufangen.

Grüße aus dem Home Office ;)

2. Deine Pausen


Bleiben wir doch gleich beim Thema Zeit. Produktiv sein im Home Office - heißt das, ohne Pausen durchzuarbeiten?

Ich höre von vielen Freunden und Bekannten, dass sich die Chefetage sehr viele Sorgen um das Thema Produktivität macht und Mitarbeiter teilweise stark kontrolliert werden, damit sie ja keine Pausen außer der Reihe machen. Diese Chefs stellen sich wahrscheinlich Netflix schauende, Frühjahrsputz machende, ständig abgelenkte Arbeitnehmer vor und haben grundsätzlich ein schwer zu ertragendes Gefühl des Kontrollverlusts.

An meinem ersten Tag im Home Office hatte ich das Gefühl, deswegen besonders produktiv sein zu müssen. Jedes Mal, wenn ich mir etwas zu trinken geholt habe oder ins Bad gegangen bin, dachte ich "Du solltest jetzt aber arbeiten". Das mag in Teilen stimmen. Aber ich weiß ja nicht, wie es Dir geht - ich arbeite deutlich besser, wenn mein Gehirn ab und an eine kurze Pause bekommt. Ich habe also beschlossen, dass es vollkommen ok ist, dass ich mir zwischendurch einen Kaffee mache oder mal aufstehe und zum Fenster gehe. Im Büro würde ich das auch machen und mich hier und da mit Kollegen austauschen. Kleine Pausen halten meinen Kopf agil und helfen mir dabei, mich danach wieder zu fokussieren.

Ich mache pro Tag auch eine größere Pause, um Mittag zu essen. Ich kann Dir nur wärmstens empfehlen, in dieser Zeit wirklich Pause zu machen. Klapp den Laptop zu, geh in einen anderen Raum, denk an andere Dinge und sei präsent beim Essen. Nutz Deine volle Pausenzeit und profitiere davon, dass Du ohne Kollegen Zuhause bist: Auf dem Sofa lümmeln, Powernaps, was lesen, absolut alles ist drin. Tu was Dir gefällt!

Tipp Nummer 2: Gönn Dir ab und an eine kleine Pause, damit Du danach wieder fokussiert arbeiten kannst. Geh zum Mittagessen in einen anderen Raum und nutz die volle Zeit für Deine Pause aus.


3. Dein Büro


Ein riesiger Schreibtisch, ein ergonomischer Arbeitsplatz, Tastatur, Maus, Bildschirm ... alles da! Naja, zumindest im Büro. Bei mir Zuhause sieht es etwas anders aus. Für den einzelnen Home Office Tag hier und da hat es immer gereicht, mich mit dem Laptop auf dem Schoß aufs Sofa zu setzen. Jetzt stelle ich fest: Wenn man 8 Stunden so arbeitet, ist das ganz schön unbequem! Was also tun? Wie sollte Dein Arbeitsbereich zu Hause aussehen?


Idealerweise hast Du zunächst einmal einen separaten Raum, in dem Du arbeitest. Bei mir ist das nicht möglich. Mein Büro teilt sich einen Raum mit meinem Schlafzimmer. Glücklicherweise habe ich noch aus Studienzeiten einen Sekretär, den ich wunderbarer Weise auf- und zuklappen kann. Zu meinen Arbeitszeiten klappe ich ihn also auf und habe ein Büro. Zum Feierabend klappe ich ihn wieder zu und freue mich, von Arbeit nichts mehr zu sehen. Großartig!


Work Work Work Work

Ich habe für mich festgestellt, dass sich meine Nacken- und Schulterpartie allerdings ziemlich verspannt, wenn ich an meinem Sekretär sitze, denn die Arbeitsfläche ist klein und dadurch, dass ich nur am Laptop arbeite - ohne Bildschirm - schaue ich immer ziemlich stark nach unten. Wenn es Dir ähnlich geht, versuch es doch wie ich und wechsel je nach Aufgabengebiet zwischen unterschiedlichen Arbeitsplätzen hin und her. Meine Faustregel: Wenn ich viel tippen muss, sitze ich am Schreibtisch, wenn ich nur reden oder zuhören muss (Telefonmeetings), setze oder lege ich mich auch mal aufs Sofa oder aufs Bett. Eine Wohltat für Rücken und Nacken.


Feierabend!

Ach, und noch etwas: Ich neige in meinem Naturell nicht unbedingt zu Ordnung. Vor allem in meinem Schlafzimmer nimmt manchmal das Chaos Überhand (man kann ja die Tür zu machen! ;) ). Ich habe aber festgestellt, dass ich mich sehr viel besser konzentrieren kann wenn meine Umgebung aufgeräumt und sauber ist. Also habe ich einen Deal mit mir selbst geschlossen: Vor der Mittagspause und zum Feierabend wird Ordnung gemacht - Tassen und Gläser räume ich weg, Notizen ordne ich.


Und: Ich habe es mir richtig schön gemacht. Normalerweise habe ich kaum Pflanzen in meinem Schlafzimmer. Jetzt, wo ich viel mehr Zeit hier verbringe, habe ich mir einige Pflanzen her geholt und vor allem auch Bilder meiner Liebsten Menschen um mich herum. Das ist total schön und hilft mir dabei, mich auch in der Isolation verbunden zu fühlen.


Tipp Nummer 3: Versuche Dich so einzurichten, dass Du Deine Arbeitsmaterialien nicht sehen musst, wenn Du Feierabend hast - ein separater Raum hilft oder Du findest eine Möglichkeit, Deinen Arbeitsbereich weniger präsent zu machen.

Wähle je nach Aufgabe eine andere Position, um Deinen Rücken und Nacken zu entspannen.

Halte Ordnung. Mach's Dir schön!


Sommerfotos von meinen Liebsten am Start


4. Deine Mitmenschen


Ich bin derzeit tatsächlich nicht alleine Zuhause. Meine Mitbewohnerin ist auch hier und weil sie nicht mobil arbeiten kann, hat sie frei. Das ist ganz wunderbar und ich bin unglaublich glücklich, sie hier jeden Tag an meiner Seite zu haben.

Am Anfang durften wir allerdings erst einmal unseren Rhythmus finden. An meinem ersten Home Office Tag hatte ich nicht klar kommuniziert, wann ich konzentriert arbeite und wann ich verfügbar für sie bin. Das war irgendwie ungünstig, weil so weder meine Kollegen, noch meine Mitbewohnerin genau wussten, wann ich eigentlich da und ansprechbar war und wann nicht. Glücklicherweise war das easy peasy zu ändern: Ich sage jetzt morgens einfach Bescheid, wenn ich anfange zu arbeiten und erstmal nicht mehr verfügbar bin, und handhabe es genau so, wenn ich Pause habe. Et voilà: Alle sind glücklich und zufrieden.

Tipp Nummer 4: Kläre mit deinen Lieben zu Hause und mit Deinen Kollegen, wann Du verfügbar und ansprechbar bist und wann nicht. Das schafft Klarheit für alle Beteiligten.


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